Es liegt zwar schon eine Woche zurück, dass ich in Belfast war, aber ich dachte mir, meinen Bericht enthalte ich euch nicht vor.
Dieses Mal hat mich Bus Eireann auch nicht im Stich gelassen und ich konnte mit Lisa und ihrer Freundin (die für ein paar Tage zu Besuch war) nach Belfast fahren. Dort angekommen haben wir erstmal Geld abgehoben, denn Belfast liegt ja in Nordirland und Nordirland gehört ja (noch?) zu Großbritannien und in Großbritannien wird ja bekanntlich mit Pfund bezahlt. Also 40 Pfund abgehoben und dann ging es ins Tourist Information Center, von wo aus, wie eine Black Cab Tour (Schwarze Taxi Tour) geordert haben.
Die Black Cab Tour ist eine geführte Taxitour durch Belfast, wo der Fahrer zu den bestimmen “Sehenswürdigkeiten” etwas erzählt. Meiner Meinung nach, war der Fahrer gut zu verstehen, aber das lag wohl auch daran dass ich auf dem “Beifahrersitz” saß. Dazu muss ich sagen, dass Wort BeifahrerSITZ trifft es sehr gut, denn mehr als ein Sitz war es nicht, eine Lehne und eine runterklappbare Sitzfläche, die, um nicht unter dem Gewicht des Beifahrers zu brechen, auf einer Kiste aufliegt. Sehr interessant und bestimmt auch sehr Verkehrssicher (immerhin gabs es Sicherheitsgurte und am Leben bin ich ja auch noch).
Also verstehen konnte man den Fahrer sehr gut, alles merken konnte ich mir jedoch nicht und des öfteren fehlte auch das Vorwissen (man hätte sich wohl besser vorbereiten sollen…). Belfast ist aber eine sehr interessante Stadt, nicht wirklich hübsch, aber interessant, vor allem wegen der Geschichte (Nordirlandkonflikt). So ist die Stadt durch eine lange und sehr hohe Mauer in zwei Teile geteilt um die Protestanten von den Katholiken abzugrenzen. Natürlich kann man immernoch von einem Teil in den anderen fahren, aber Nachts werden die Tore geschlossen und sitzt man in dem Teil erstmal fest. Bevor die Mauern da waren haben sich die Protestanten und Katholiken ja munter bekriegt, sich gegenseitig in die Luft gejagt oder erschossen oder Häuser angezündet. Und genau von diesem Konflikt erzählen auch unzählige Wandbilder (engl. murals). Einfach mal bei Google-Bilder nach “Murals Belfast” suchen:
(http://images.google.com/images?um=1&hl=de&client=firefox-a&rls=org.mozilla%3Ade%3Aofficial&q=murals+Belfast&btnG=Bilder-Suche)
Wer möchte, kann sich ja gerne genauer damit auseinandersetzen, brauche ja nicht niederschreiben, was Leute vor mir, in viel besserer Form, schon gemacht haben
Danach ging es “shoppen”. Ich habe nichts gekauft!
Aber dann…der Belfaster Weihnachtsmarkt. Im Vergleich zum Rostocker Weihnachtsmarkt WINZIG aber immerhin gab es einen. Also Lisa dann einen Stand mit echten deutschen Würsten gefunden hat und der Verkäufer auch noch Deutsch gesprochen hat, war sie hin und weg. Ich habe mich ja lieber auf die Suche nach Mutzen und gebrannten Mandeln begeben. Letzteres konnte ich auch finden. Ebenso hätte man Känguruh-Burger kaufen können, aber die Schlange war mir zu lang, deswegen habe ich es gelassen
Soviel zu meinem Ausflug nach Belfast! Danke für die Aufmerksamkeit und gehabt euch wohl!!